Geh denken! Erstellt von KEFB im Bistum Essen | |   Übergeordnet

Erinnerung ist Aufruhr auch gegen die eigenen bis in die Gegenwart wirksamen judenfeindlichen Traditionen.

Ökumenischer Gedenkgottesdienst im Essener Dom am Dienstag, den 09. November um 17.00 Uhr

Das Monatsplakat der ökumenischen Kampagne „#beziehungsweise – jüdisch und christlich: näher als du denkst", die zum Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland in 2021 durchgeführt wird, thematisiert die Erinnerungskultur.

Brennende Synagogen, zerstörte Einrichtungen, Morde und Massenverhaftungen – die Reichspogromnacht des 9. November 1938 war ein Wendepunkt in der deutsch-jüdischen Geschichte. In der Erinnerungskultur jüdischer Gemeinden hierzulande ist dieses Datum zentral.

Gemeinsame Geschichte ist identitätsstiftend, aber welches Selbstverständnis lässt sich aus erlittener Verfolgung und Vernichtung beziehen?

Erinnerung als Umkehr

Die christliche Kirchengeschichte strotz nur so vor Missachtung und Gewalt gegen Juden. Diese eigene Gewaltgeschichte zu bedenken und danach zu tun, führt in einen demütigen und wertschätzenden Zugang zu jüdischem Denken und zu der Frage, warum musste diese Schwester im Glauben, das Judentum, von Christ*innen so abgewertet, diskriminiert und verfolgt werden. Diese Frage ist am 9. November heute besonders naheliegend. Denn Erinnerung ist Aufruhr und gestaltet zugleich Zukunft.

„Bei mir fängt es an“

Unter dieser Überschrift erinnert die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Essen (ACK) am 09. November um 17.00 Uhr mit einem Gottesdienst im Essener Dom an die Reichsprogromnacht.

Den Gottesdienst gestalten der Diözesankurat der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg, Maximilian Strozyk, zusammen mit weiteren Pfadfinderinnen und Pfadfindern sowie Mitgliedern der ACK. Für die Musik sorgt Gitarrist Stefan Nieber.

 


 

Die ökumenischen Kampagne „#beziehungsweise – jüdisch und christlich: näher als du denkst", möchte zum Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland dazu anregen, die enge Verbundenheit des Christentums mit dem Judentum wahrzunehmen.

Auf der dazu eingerichteten Homepage finden sich begleitende Texte zu den aktuellen Monats-Plakaten. -> Sachor beziehungsweise 9. November

Mit der Veröffentlichung und Verlinkung auf dieser Seite unterstützt und teilt die KEFB das Anliegen der Kampagne.

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