Wundervoll - Chanukka bzw. Weihnachten Erstellt von KEFB im Bistum Essen | |   Übergeordnet

Wenn ringsum alle Zeichen auf Advent und Weihnachten stehen, feiern Jüdinnen und Juden Chanukka. Acht Tage lang wird das jüdische Lichterfest begangen, das an den Aufstand der Makkabäer gegen die Griechen im 2. Jahrhundert v.d.Z. erinnert.

Jüdinnen und Juden zünden an der achtarmigen Chanukkiah jeden Tag ein Licht mehr an, bis am achten Tag alle acht Kerzen brennen. Die wachsende Kraft des Lichts strahlt Hoffnung aus und lässt die Dunkelheit weichen.

Weihnachten, das Fest der Geburt Christi, ist in unserer westlichen Kultur das bekannteste und dennoch das am stärksten entfremdete der christliche Feste. Darin teilt es mittlerweile das Schicksal des Chanukkahfestes. Beide gehen unter im Glitzer der Lichterketten und Scheppern der Lieder in Endlosschleife. Dennoch: Es gibt kein Wort, das so sehr mit Sehnsucht verbunden ist – und ist es nicht die nach der verlorenen Kindheit? – , als das Wort „Weihnachten“. Unter dem Eindruck der Pandemie im letzten Jahr wurde es für kurze Zeit zum Inbegriff von Nähe, Wärme und Geborgenheit, bevor die Gesellschaft wieder in die Distanz auseinanderstob.

Die christliche Liturgie kennt, wie die jüdische Tradition, ein Zugehen auf das Fest in Schritten, die in der Liturgie und in den Familien begangen werden. Es gibt den Adventskranz mit seinen vier Kerzen, die allwöchentlich neu entzündet werden. Es gibt aber in den letzten sieben Tagen vor dem Fest noch einmal eine Intensivierung der Erwartung, die dem achttäglichen Entzünden des Chanukkahleuchters ähnelt: Vom 17. bis 23. Dezember werden in der Vesper, im kirchlichen Abendgebet, die so genannten O-Antiphonen gesungen. Das sind sieben lateinische Anrufungen Christi, in denen sich die sehnsüchtige Erwartung auf den Erlöser „aus Finsternis und Todeschatten“ Ausdruck verschafft.

Weitere Texte und Informationen zu den Gemeinsamkeiten christlicher und jüdischer Traditionen finden Sie auf der Webseite der ökumenischen Kampagne „#beziehungsweise – jüdisch und christlich: näher als du denkst". Zum Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland möchte die Kampagne dazu anregen, die enge Verbundenheit des Christentums mit dem Judentum wahrzunehmen.

Auf der dazu eingerichteten Homepage finden sich begleitende Texte zu den aktuellen Monats-Plakaten. -> Chanukka beziehungsweise Weihnachten

Mit der Veröffentlichung und Verlinkung des aktuellen Monatsplakats auf dieser Seite endet jetzt die Jahreskampagne, deren Anliegen im Aktionsjahr von der KEFB unterstützt und geteilt wurden und werden.

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